BMZ debattiert über aktuelle Themen

«Dabei muss man aber auch bedenken, dass ...» – «Ich stimme völlig mit dir überein, so kann es nicht weitergehen.» – «Man darf nicht vergessen, dass ...»: So tönte es vom 25. Februar bis am 1. März 2019 aus verschiedenen Schulzimmern der BMS Zürich. Acht Klassen massen sich in vier klassen­über­greifenden Battles im Rahmen des Projekts «BMZ debattiert» in der Kunst des Debattierens.

Am Mittwoch, 27. Februar 2019 wurde folgendes Thema debattiert: «Sollen wie an der Volksschule und am Gym-nasium auch an den Berufsschulen und der BMS Jokertage eingeführt werden?»

Am Mittwoch, 27. Februar 2019 wurde folgendes Thema debattiert: «Sollen wie an der Volksschule und am Gymnasium auch an den Berufsschulen und der BMS Jokertage eingeführt werden?»

Sachliches, gehaltvolles und schlagfertiges Diskutieren will gelernt sein – gerade in der Schweiz, wo die Bürger so häufig angehalten sind, sich zu verschiedenen politischen Fragen eine Meinung zu bilden. Seit 2006 fördert das Bildungsprojekt «Jugend debattiert» die Gesprächskunst und veranstaltet dazu auch einen nationalen Wettbewerb. Angelehnt an die Vorgehensweisen und Regeln von «Jugend debattiert» wurde im Herbstsemester 2017 das Projekt «BMZ debattiert» gestartet und konnte dieses Jahr zum zweiten Mal auf das Interesse der Lernenden und Lehrpersonen zählen.

Nach einer Vorbereitungsphase ermittelten die teilnehmenden Klassen zunächst intern ihre beiden besten Debattierenden. Diese vertraten ihre Klasse in den klassenübergreifenden Battles zu Themen wie «Soll in der Schweiz ein 20-tägiger Vaterschaftsurlaub eingeführt werden?», «Soll der Unterricht an Berufsmaturitätsschulen digitalisiert werden?» oder «Sollen Unternehmen mit Sitz in der Schweiz international anerkannte Menschenrechte und Umweltstandards im In- und Ausland einhalten und für entsprechende Schäden haften müssen?». Gemäss den Regeln von «Jugend debattiert» kennen die Debattierenden zwar das Thema, doch ob sie die Pro- oder die Contra-Position vertreten, wird erst kurz vor der Debatte zugelost.  

Nach exakt vier Minuten Einstiegsrede, acht Minuten freier Aussprache und vier Minuten Schlussrede zog sich die Lehrpersonen-Jury jeweils zur Beratung zurück. Anhand von Kriterien wie Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen oder Überzeugungskraft wurden die Siegerinnen und Sieger ermittelt und mit einem Büchergutschein belohnt.   

So unterschiedlich sich die Paarungen gestalteten, so unterschiedlich liefen auch die Debatten ab: Da trafen Elektroplaner auf Medizinische Praxisassistentinnen, 17-jährige BM 1- auf 25-jährige BM 2-Lernende und kühle Sachlichkeit auf emotionales Feuer. Doch stets entwickelten sich vor den aufmerksamen Augen und Ohren der Lernenden und Lehrpersonen im Publikum spannende und unterhaltsame Debatten.

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Teilnehmenden und herzliche Gratulation an die diesjährigen Siegerinnen: Alina Kainhofer (BGS17b), Cynthia Füglistaler (BGS17e), Geraldine Lüthi (EVG18e) und Leandra dos Santos (EVD18b).